Auch in diesem Jahr findet die Hattinger Gedenk- und Aktionswoche für Toleranz und Demokratie im November statt.
Zahlreiche Veranstaltungen finden sich im Programm, das man auf der Internetseite der Stadt Hattingen finden kann:
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Donnerstag, 5. November
„Gott sei Dank, dass ich am Leben geblieben bin.“
Ein Vortrag zur Zwangsarbeit in Hattingen unter dem Naziregime
Weit über 10.000 Menschen mussten während der NS-Herrschaft in Hattingen Zwangsarbeit leisten, hunderte von ihnen überlebten diesen Einsatz nicht. Kaum ein Bauernhof oder Handwerker, kein Industriebetrieb, der nicht von der Zwangsarbeit profitierte. In Ihrem Vortrag berichtet Stadtarchivarin Sabine Krämer, wie die Herkunft der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter über ihre Arbeits- und Lebensbedingungen entschied. Ebenso wird sie der Frage nachgehen, welche Handlungsspielräume der Hattinger Bevölkerung im Umgang mit den faktisch rechtlosen Menschen offenstanden.
18 Uhr, Vortragsraum im Stadtmuseum Hattingen,
Marktplatz 1-3, Blankenstein
Veranstaltende: Heimatverein Blankenstein in Kooperation mit dem Stadtarchiv Hattingen
Freitag, 6. November
ÜBERdasLEBEN oder meine Geburtstage mit dem Führer
Ein Jugendtheaterstück des freien Theaters „Theaterspiel“
Bei Hitlers Machtübernahme 1933 ist Anni 9 Jahre alt. Sie, ihre Freunde und ihre Eltern geraten mehr und mehr in den Strudel der historischen Ereignisse. Einige von ihnen werden Anhänger der NS-Diktatur und marschieren mit, andere versuchen, sich der alles beherrschenden Ideologie zu verweigern oder dem Terror zu entfliehen. Anni schließt sich einer Gruppe von Jugendlichen an, die auf den Drill der Hitlerjugend keine Lust hat. Anfangs noch in Auflehnung gegen die Gleichmacherei, tritt die Gruppe mehr und mehr in den aktiven Widerstand. Als Anni jedoch gefangen genommen wird, entwickelt sich ihr Kampf um ein gerechtes Leben zu einem Kampf ums Überleben.
Auf Grundlage von Zeitzeugenberichten erzählen die Schauspieler*innen des freien Theaters „Theaterspiel“ in ihrem Stück vom Unrechtssystem des NS-Staates. Gegen Gleichschaltung, Unfreiheit und Ungerechtigkeit gab es Widerstand in unterschiedlichsten Formen. Ein Thema damals, so aktuell wie heute – ein Thema, das gerade Jugendliche bewegt, die Orientierung im Mainstream suchen. Mit Live-Musik, Schauspiel und Tanz taucht das Stück ein in diese bewegende Zeit, erzählt von Schicksalen, Freundschaft und Feindschaft und verdeutlicht, dass es nötig ist, jeden Tag für Demokratie und Menschlichkeit einzutreten – auch heute noch!
Geschlossene Schulveranstaltung am Gymnasium Waldstraße
Veranstaltende: Gymnasium Waldstraße in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie Hattingen
Montag, 9. November
Stolpersteinputzaktion 26 – Nie wieder ist jetzt!
Eine gemeinsame Aktion der Hattinger Schulen, in Gedenken an die Opfer des Naziterrors in Hattingen.
Mit der traditionellen Stolpersteinputzaktion erinnern die Schülerinnen und Schüler der Hattinger weiterführenden Schulen, des Berufskollegs sowie der Gemeinschaftsgrundschule Nikolaus Groß in Kurzbiographien an die Opfer des Naziregimes in Hattingen – und deutschlandweit. Vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftspolitischer Entwicklungen mahnen die Kinder und Jugendlichen mit dieser Aktion, dass sich so ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Deutschland nie wiederholen darf! Daher sehen die Beteiligten ihre Stolpersteinputzaktion nicht nur als wichtigen und festen Bestandteil der Hattinger Erinnerungskultur, sondern setzen damit auch ein Zeichen gegen Hass, Hetze und Intoleranz heute!
Die gemeinsame Abschlusskundgebung der beteiligten Schülerinnen und Schüler findet um 12 Uhr, zusammen mit Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing vor dem Bügeleisenhaus statt. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich den Schülerinnen und Schülern anzuschließen.
12 Uhr, Bügeleisenhaus, Haldenplatz 1
Veranstaltende: Hattinger Schulen in Kooperation mit dem Stadtarchiv Hattingen und der Partnerschaft für Demokratie Hattingen
Lebensspuren – eine Ausstellung von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Waldstraße
Die Klasse 8a des Gymnasiums Waldstraße hat sich im Rahmen des Kunstunterrichts mit den Biografien der Menschen hinter den Hattinger Stolpersteinen beschäftigt und sich mit diesen künstlerisch auseinandergesetzt.
Dabei ging es den Jugendlichen nicht nur um die vordergründigen Themen Verfolgung, Ausgrenzung und die Schicksale der Menschen, sondern auch um die Frage, was von einem Leben bleibt und welche Spuren ein Mensch hinterlässt.
Die Ausstellung wird vor der offiziellen Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht durch Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing eröffnet. Interessierte sind herzlich zur Ausstellungseröffnung eingeladen.
16 Uhr, Foyer des Hattinger Rathauses, Rathausplatz 1
Veranstaltende: Gymnasium Waldstraße in Kooperation mit der Stadt Hattingen
Lichter der Erinnerung – Gedenkveranstaltung der Stadtgesellschaft zur Reichspogromnacht
Die Stadt Hattingen, das Jugendparlament, der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration sowie die Jüdische Gemeinde la[1]den zur Erinnerung an die Geschehnisse der Reichspogromnacht am 9. November 1938 die Hattinger Stadtgesellschaft um 17 Uhr zum gemeinsamen Gedenken ein. Treffpunkt ist vor dem Hattinger Rathaus, von wo aus die Teilnehmenden nach einigen Wortbeiträgen gemeinsam mit Lichtern der Erinnerung durch die Fußgängerzone zum Synagogenplatz gehen. Dort erfolgt die Kranzniederlegung für die Hattinger Opfer des Naziterrors.
17 Uhr, Hattinger Rathaus, Rathausplatz 1
Veranstaltende: Stadt Hattingen, Jugendparlament, Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration sowie die Jüdische Gemeinde Bochum, Herne, Hattingen in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie Hattingen
Dienstag, 10. November
Alternativer Stadtrundgang
Verfolgung und Widerstand in Hattingen 1933-1945. Eine historische Stadtführung mit Dr. Wilfried Korngiebel und Rolf Kulas Dr. Wilfried Korngiebel (Freier Mitarbeiter der vhs) und Rolf Kulas (Bildungsreferent der IG-Metall) geben im Rahmen eines alternativen Stadtrundgangs Einblicke in die Zeit des Nationalsozialismus in Hattingen. Anhand von Zeitdokumenten zeigen die versierten Referenten an unterschiedlichen Orten im Innenstadtgebiet wie sich alltäglicher Rassismus und Faschismus bereits Anfang der 1920er Jahren in Hattingen entwickelten. Bei dem interessanten Rundgang lernen die Teilnehmenden Hattingen als braune Hochburg kennen, lernen aber auch engagierte Hattinger*innen kennen, die sich mutig dem Naziregime entgegenstellten.
16 Uhr, Hattinger Rathaus, Rathausplatz 1 (Alternativtermin am 15.11.26)
Veranstaltende: Buntes Hattingen gegen Rechts und Hattingen für Vielfalt und Demokratie
Hermanns Bruder – wer war Albert Göring?
Szenische Lesung mit dem Schauspieler Olaf Reitz und dem Regisseur Michael Wehrhan
Unterschiedlicher können zwei Brüder nicht sein. Der eine, Hermann Göring schließt sich begeistert Hitler an und macht in dem mörderischen Regime der Nationalsozialisten Karriere. Der andere, sein Bruder Albert Göring, verachtet die Unmenschlichkeit der Nazis. Er hat während des Nazi-Regimes mit dem tschechischen Widerstand zusammengearbeitet und 34 Menschen das Leben gerettet, indem er ihre Ausreise aus Deutschland oder Österreich organisierte und nicht selten auch finanzierte. Auf der Liste befinden sich Namen wie Dr. Kurt Schuschnigg (ehem. österreichischer Bundeskanzler) oder Sophie Paschkies, die Frau des Operettenkomponisten Franz Lèhar. Albert Göring hat sich durch seine zum Teil äußerst wagemutigen Aktionen oft in Lebensgefahr begeben und wurde insgesamt viermal verhaftet. Ursprünglich wollten die amerikanischen Offiziere ihm nicht glauben, denn natürlich erschien es ihnen absurd, dass der Bruder eines so ranghohen Nazis Jüdinnen und Juden das Leben rettete. Seit einigen Jahren liegt in Yad Vashem ein Antrag vor, Albert Göring zum „Gerechten unter den Völkern“ zu ernennen. Bis heute ohne Erfolg.
19 Uhr, Stadtbibliothek Hattingen im Reschop Carrè
Veranstaltende: Ein Kick für Hattingen, Stadtbibliothek Hattingen in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie Hattingen
Mittwoch, 11. November
Der allerbeste Spielplatz der Welt!
Eine aktive Bilderbuchlesung zu unserem Grundgesetz.
Aufregung auf dem Spielplatz. Plötzlich taucht dort ein Mädchen auf. Es ist barfüßig, schmutzig, spricht kein Wort und besitzt weder einen Namen, noch eine erkennbare Vergangenheit. Bei den anwesenden Kindern und Erwachsenen mischen sich Gefühle aus Unsicherheit und Neugier. Einige wollen das Mädchen wieder fortschicken. Andere entschließen sich aber dazu, dem Mädchen zu helfen und Verantwortung zu übernehmen. Sie geben dem Mädchen einen Namen, ein Zuhause, Zugehörigkeit und ermöglichen ihr ein Leben in Würde.
Über die Figur des namenlosen Mädchens nähert sich der Autor Martin Baltscheit unserem Grundgesetz und übersetzt dieses in kindgerechte Erzählmotive. Bei den Lesungen werden die Kinder durch Fragen aktiv ins Geschehen gezogen, zum Nachdenken und Mitdenken animiert und so spielerisch auf unsere Grundwerte gestoßen.
Geschlossene Schulveranstaltung in der Erik-Nölting-Grundschule
Veranstaltende: Erik-Nölting-Grundschule in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie Hattingen
Demokratie Fitness-Training – ein interaktives Demokratie-Vermittlungskonzept der vhs Hattingen
Kann man Demokratie trainieren? Unbedingt, finden wir!
Die Demokratie-Fitness-Methode wurde 2017 in Dänemark entwickelt mit dem Ziel, die Wichtigkeit von Demokratie als ein alltägliches Miteinander erlebbar zu machen. Durch gezielte Übungen kann Demokratie von allen Menschen gelebt und geübt werden – und dieses üben kann nicht nur herausfordernd, sondern vor allem lehrreich sein und gleichzeitig Spaß bereiten. Mittlerweile wird in vielen Ländern und mehreren Kontinenten das Lerndesign mit Freude trainiert. Seit 2025 werden auch in Deutschland regelmäßig Demokratie-Fitness Trainings durch beispielsweise die Heinrich-Böll-Stiftung, dem Verein Mehr Demokratie e. V. und in Hattingen über die vhs durch Jens Feddersen angeboten.
Da diese Trainingsangebote vor Ort vom Land NRW, im Rahmen der Regionalen Bildungsentwicklung gefördert werden, ist die Teilnahme an allen Trainings kostenfrei. Weitere Infos zu den Demokratie-Fitness-Trainings finden Sie unter www.vhs.hattingen.de.
18 Uhr, Zentrum für bürgerschaftliches Engagement Holschentor (Raum 3), Talstraße 8
Veranstaltende: vhs Hattingen
Anmeldungen für (26H1758E) unter: demokratie-fitness@hattingen.de oder telefonisch bei der vhs Hattingen unter 02324-204-3511, -3512 oder -3513
Donnerstag, 12. November
Eintauchen in Geschichte – Erlebe das Versteck der Anne Frank
Eine virtuelle Entdeckungstour mit der Virtual-Reality-Brille
Die Stadtbibliothek bietet Interessierten im Rahmen der Gedenk- und Aktionswoche an zwei Tagen die Gelegenheit, Geschichte virtuell und dadurch hautnah zu erleben.
Das Schicksal des jüdischen Mädchens Anne Frank ist vielen aus ihrem veröffentlichten Tagebuch bekannt. Mit sieben anderen Personen versteckte sich Anne von Juli 1942 bis zu Ihrer Entdeckung im August 1944 in der Prinsengracht 263, in Amsterdam vor den Nazis. „Mit Hilfe einer VR-Brille könnt Ihr dieses Versteck in dem alten Amsterdamer Hinterhaus erkunden und erfahrt dabei mehr über Annes Leben im beengten Versteck.“
10-18 Uhr, Stadtbibliothek Hattingen im Reschop Carrè (Alternativtermin am 13.11.26)
Veranstaltende: Stadtbibliothek Hattingen
Freitag, 13. November
Eintauchen in Geschichte – Erlebe das Versteck der Anne Frank
Eine virtuelle Entdeckungstour mit der Virtual-Reality-Brille
10-18 Uhr, Stadtbibliothek Hattingen im Reschop Carrè
(Alternativtermin am12.11.26)
Veranstaltende: Stadtbibliothek Hattingen
Die Rolle der Henrichshütte im Nationalsozialismus
Eine historische Führung über das Gelände der ehemaligen Henrichshütte
Ab 1940 waren auf der Henrichshütte in Hattingen mehrere tausend Kriegsgefangene, Fremd- und Zwangsarbeitende eingesetzt. In einem historischen Rundgang über das ehemalige Werksgelände – dem heutigen LWL Industriemuseum Henrichshütte – steht zum einen die besondere Rolle des Stahlwerks als Rüstungsbetrieb und zum anderen vor allem die Situation der dort arbeitenden Menschen während der Zeit des Nationalsozialismus im Mittelpunkt. Das Museumsteam bietet diese Führung, im Rahmen der Gedenk- und Aktionswoche, kostenfrei als offenes Angebot für Interessierte, nach vorheriger Anmeldung an. Die Teilnehmendenzahl ist auf 25 Teilnehmende begrenzt.
15 Uhr, Treffpunkt im Foyer des LWL Industriemuseums, Werksstraße 25
Veranstaltende: LWL Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
Anmeldung unter: sascha.eversmann@lwl.org oder telefonisch unter 02324-9247-150
Samstag, 14. November
Demokratie braucht Widerstand
Eine historische Radtour des ADFC Hattingen-Sprockhövel
Zu einem wesentlichen Merkmal der Demokratie gehört eine vielfältige Gesellschaft mit unterschiedlichen Meinungen, Interessen und Parteien. Dieses schließt eine freie Opposition, Meinungsfreiheit und sogar streitbaren Widerstand ausdrücklich ein. Aber: Wieviel Widerstand verträgt unsere Demokratie? Begleiten Sie die erfahrenden Tourguides des ADFC, Bernd Lauenroth und Thomas Weiß, auf einer spannenden historischen Radtour zum „Dorf des Widerstandes“ oder zu aufgebrachten Barrikadenkämpferinnen. Begegnen Sie gefährlichen Gesetzesbrechern, die Widerstand gegen die Staatsgewalt leisten, erleben Sie explosiven Widerstand, lautstark protestierende Spaziergänger*innen oder auch passiven Widerstand. Lassen Sie sich von spannenden Geschichten, witzigen Anekdoten und bewegenden Schicksalen aus Hattingens Widerstandsgeschichte an verschiedenen Orten Hattingens überraschen. Einfach mitradeln – Widerstand ist zwecklos!
13 Uhr, Hattinger Rathaus, Rathausplatz 1
Veranstaltende: ADFC – Ortsgruppe Hattingen-Sprockhövel in Kooperation mit der Stadt Hattingen
Die Teilnahme erfolgt in eigener Verantwortung. Fahrräder werden nicht gestellt. Wir empfehlen das Tragen eines Fahrradhelmes.
Sonntag, 15. November
Friedensgottesdienst zum Volkstrauertag
Pfarrer Andreas Lamm von der katholischen Gemeinde und Pastor Ludwig Nelles von der evangelischen Kirchengemeinde erinnern in einem gemeinsamen Gottesdienst an die Opfer von Kriegen, Gewalt, Terrorismus und NS-Gewaltherrschaft. Alle Hattingerinnen und Hattinger sind eingeladen, an diesem gemeinsamen Gottesdienst teilzunehmen.
Direkt im Anschluss findet die zentrale Gendenkveranstaltung der Stadtgesellschaft am Ehrenmal im Schulenberger Wald statt.
10 Uhr, Katholische Kirche St. Peter und Paul, Bahnhofstraße 13
Veranstaltende: Die Katholischen und Evangelischen Kirchengemeinden Hattingens
Zentrale Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag
Ein Zeichen gegen Krieg, Gewalt, Terrorismus und NS-Herrschaft
Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing lädt die Hattingerinnen und Hattinger nach dem gemeinsamen Volkstrauertags-Gottesdienst in der Kirche St. Peter und Paul zu der traditionellen, zentralen Gedenkveranstaltung in den Schulenberger Wald ein. An dieser Veranstaltung nehmen Vertreter*innen des Sozialverbandes VDK-NRW (OV-Hattingen), Vertreter*innen der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden Hattingen, Vertreter*innen der Partnerschaft für Demokratie, die Ehrenabteilung der Hattinger Feuerwehr sowie der Löschzug der Feuerwehr-Mitte teil. „Wir laden Sie ein, im Rahmen der Veranstaltung an die Opfer weltweiter Kriege zu erinnern und durch Ihre Teilnahme ein Zeichen für den Frieden gegen Gewalt und Terror zu setzen.“
11.30 Uhr, Ehrenmal im Schulenberger Wald
Veranstaltende: Stadt Hattingen, VDK-Hattingen und die Katholischen und Evangelischen Kirchengemeinden Hattingens in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie Hattingen
Alternativer Stadtrundgang
Verfolgung und Widerstand in Hattingen 1933-1945. Eine historische Stadtführung mit Dr. Wilfried Korngiebel und Rolf Kulas
Dr. Wilfried Korngiebel (Freier Mitarbeiter der vhs) und Rolf Kulas (Bildungsreferent der IG-Metall) geben im Rahmen eines alternativen Stadtrundgangs Einblicke in die Zeit des Nationalsozialismus in Hattingen. Anhand von Zeitdokumenten zeigen die versierten Referenten an unterschiedlichen Orten im Innenstadtgebiet wie sich alltäglicher Rassismus und Faschismus bereits Anfang der 1920er Jahren in Hattingen entwickelten. Bei dem interessanten Rundgang lernen die Teilnehmenden Hattingen als braune Hochburg kennen, lernen aber auch engagierte Hattinger*innen kennen, die sich mutig dem Naziregime entgegenstellten.
15 Uhr, Hattinger Rathaus, Rathausplatz 1 (Alternativtermin am 10.11.2026)
Veranstaltende: Buntes Hattingen gegen Rechts, Hattingen für Vielfalt und Demokratie
Interreligiöses Friedensgebet – we shall overcome
Ein gemeinsamer Abend aller in Hattingen vertretenden Glaubensgemeinschaften.
Die Glaubensgemeinschaften des Interreligiösen Gesprächskreises Hattingen laden zum Abschluss der Gedenk- und Aktionswoche wieder zu einem gemeinsamen interreligiösen Friedensgebet ein. Diese symbolisch wichtige, schöne und friedliche Gemeinschaftsveranstaltung hat mittlerweile Tradition und findet in den letzten Jahren immer größeren Zuspruch. Christliche, muslimische, jüdische, hinduistische, buddistische und bahaiische Gläubige beten und singen gemeinsam und werben so für den Zusammenhalt, nicht nur in Hattingen.
Auch nichtgläubige Menschen sind zu diesem stimmungsvollen Wochenabschluss ganz herzlich eingeladen, der traditionell mit der Joan Baez-Hymne: we shall overcome seinen hoffnungsvollen Abschluss findet – „Komm vorbei und feier mit, wir freuen uns auf Dich!“
18 Uhr, ökumenisches Zentrum in Winz-Baak, Schützstraße 2
Veranstaltende: Interreligiöser Gesprächskreis Hattingen
